Berichte zum Adventskonzert 2001

Bescherung vor dem Fest

Adventskonzert des Wimsheimer Akkordeonorchesters riss das Publikum mit

WIMSHEIM. Strahlen im Akkord beim Adventskonzert des Akkordeon-Orchester Wimsheim in der voll besetzten Turnhalle: Seit vor zehn Jahren Rose Bühlmaier den Dirigentenstab übernommen hat, schwimmen die Musiker der drei Orchester aus Wimsheim und den Nachbarorten auf einer Welle von Sympathie und Erfolg.

Das war beim Adventskonzert wieder zu sehen und zu hören. Zunächst einmal mit bravourösen Darbietungen der "Eigengewächse". Das 2. Jugendorchester eröffnete mit Stücken wie "Looping" oder "Der kleine Muck". Das Lampenfieber war schnell verschwunden: strahlende Gesichter, wenn im Publikum Eltern, Geschwister und Verwandte begeistert klatschten.

Die Gäste des Konzert kamen dieses mal aus der Landeshauptstadt. Das "Akkordeon Ensemble Stuttgart-West" brachte erstmals die "Badner Madln" auf die Heckengäu-Bühne. Dass sie sich musikalisch nicht hinter den Stuttgarter Solisten verstecken müssen, bewiesen die Mitglieder des 1. Orchesters beim gemeinsamen Entführen in die "Musik zum Träumen".

Seine Solo-Klasse bewies das Orchester dann bei Höhepunkten wie Franz von Suppés "Banditenstreiche" oder Curt Herolds "Feuerreiter", die das Publikum mitrissen.

Stefan Sickinger, vielseitiger begabter Vollblutmusiker aus dem Neuhausener Blasorchester, ließ als fast schon artistischer Xylophon-Solist bei den "Erinnerrungen an Zirkus Renz" die "hölzerne" Stimme hüpfen: Zugaben waren fällig. Das 1. Jugendorchester durfte den abschließenden Bogen spannen zwischen Orient ("Kalif von Bagdad") , Neuer Welt ("Oldies for Ragtime") und dem heimischen Heckengäu: "Fröhliche Weihnacht überall". Eine schöne Bescherung schon drei Wochen vor dem großen Fest.
Dieser Artikel erschien am 10.12.2001 in der Pforzheimer Zeitung.

Der Zauber des Akkordeons breitet sich aus

Wimsheimer Akkordeonorchester lädt zum Adventskonzert in die Turnhalle

WIMSHEIM - Wie klangfarbenreich und facettenreich ein Akkordeonorchester musizieren kann, wenn es einfühlsam dirigiert wird, demonstrierte das Akkordeonorchester Wimsheim unter der inspirierenden Leitung von Rose Bühlmaier am ersten Adventssonntag.

Das zweite Jugendorchester konnte die zahlreichen Zuhörer in der regelrecht überfüllten Turnhalle sogleich bei Alexander Jekics "Looping" mit Esprit und dynamischem Feinsinn für sich einnehmen. "Bonjouer" und "Der kleine Muck" von Alfons Holzschuh bestachen auch auf Grund der differenzierten Zwischentöne, die die jungen Musiker mit ihren Instrumenten immer wieder fast magisch beschwörend einfingen.

Das Akkordeon Ensemble Stuttgart-West gewann den "Badner Madln" von Karl Komzak sogar gewisse ironische Akzente ab. Auch hier überzeugte das weit gehend perfekte Zusammenspiel der Akkordeongruppen, die dem feurigen Tango "La Morenita" von Matthis rhythmische Präzision verschafften. Der langsame zweiteilige Takt mit synkopiertem Rhythmus entfaltete sich wie von selbst.

Stuttgart-West und das erste Orchester überraschte schließlich mit "Musik zum Träumen" in der Bearbeitung von H. Oettinger. "Fascination" und "Charmaine" gefielen auf Grund des wieder stark hervortretenden temperamentvollen Musizierstils, der Langeweile erst gar nicht aufkommen ließ. Bei den spritzig interpretierten "Banditenstreichen " von Franz von Suppé war dann das erste Orchester wieder ganz in seinem Element, wobei italienische und wienerische Elemente ansprechend vereint wurden. Die Musik kam heiter beschwingt daher, Melodik und Rhythmik fanden ganz zusammen. Curt Herolds "Feuerreiter" beeindruckte auf Grund präziser Accelerando-Tempi, die sich schließlich immer weiter verdichteten.

Das Ensemble brillierte außerdem bei der "Rhapsodia Andalusia" von Adolf Götz sowie "Erinnerung an Zirkus Renz" von Gustav Peter, wobei Stefan Sickinger als virtuoser Xylofon-Solist es verstand, zum Akkordeonorchester einen harmonisch reizvollen Kontrast zu bilden.

Das erste Jugendorchester unter der umsichtigen Leitung von Rose Bühlmaier fiel beim "Kalif von Bagdad" von Boieldieu nicht nur durch spannungsvoller orientalisches Kolorit auf, sonder ließ auch die lyrischen Moment im Sinne der Opéra comique nie zu kurz kommen. "Oldie for Ragtime" (Bearbeitung: H. Steffen) sowie "Fröhliche Weihnacht überall" (W. Russ-Plötz) beschlossen das beschwingt dargebotene Programm am Sonntagabend.
Dieser Artikel, der von Alexander Walther verfasst wurde, erschien am 04.12.2001 in der Leonberger Kreiszeitung.
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